Die Pfadfinder des BdP bedienen sich vieler Abkürzungen für Veranstaltungen, Gremien, Lager und ähnliches. Kürzel wie BuLa, StaRa und LaWöWe sind an der Tagesordnung und werden häufig genutzt. Am Wochenende des 10. und 11. März wurde diesem Sammelsurium eine weitere Abkürzung hinzugefügt: SGT, was ausgeschrieben für „Sächsisches Gipfeltreffen“ steht.

Das erste Sächsische Gipfeltreffen dieser Art war genau das, wonach es klingt: ein Event der Spitzenklasse. Alle Stammesführungen, angehende und bereits existierende Gruppenleiter und teilweise auch Schatzmeister und Mitgliederverwalter des Sächsischen Landesverbandes trafen sich am benannten Wochenende in der Naturschutzstation Dachsenberg, um sich über die Arbeit in den verschiedenen Stämmen auszutauschen. Gemeinsam hielten wir Ausschau nach Problemlösungen, genossen schon einmal einen Vorgeschmack auf die Großfahrt nach Georgien im Sommer diesen Jahres und belohnten uns anschließend mit einer erstklassigen Gala zur Verleihung des sogenannten TakeOff-Awards. Der Samstag begann mit einem Frühstück und einer Begrüßungsrunde, bevor wir uns in verschiedenen Arbeitskreisen zusammenfanden. Eine Gruppe beschäftigte sich mit der Meutenarbeit im Landesverband, unterhielt sich über die verschiedenen Situationen in den einzelnen Stämmen und plante zusammen das Landeswölflingswochenende. Die Stammesführer kamen währenddessen zusammen, um über Rollenverteilung, Stärken und Schwächen im Stamm zu reden, ein wenig über die Beantragung und Nutzung von Fördermitteln zu erfahren und sich schließlich mit dem Thema „Moderation und Motivation“ eingehend zu beschäftigen.

Als dritte Gruppe lernten die Sippenverantwortlichen eine neue thematische Methode, das „Special Action Meeting“, nicht nur theoretisch kennen, sondern durften es auch sofort am Beispiel der Fahrt nach Georgien ausprobieren. Dafür wurden mit den begrenzten Requisiten, hauptsächlich Tischen und Stühlen, die verschiedenen Stationen der Fahrt dargestellt, durch die alle Teilnehmer des SGT geführt wurden. So mussten zunächst der simulierte Flug und die Busfahrt zum Pfadfinderzentrum überstanden werden, bevor einige georgische Bräuche und Sitten vorgestellt wurden. Nach einer kurzen Auswertungsrunde und einem thematischen Abschluss in den verschiedenen Gruppen ging es bereits auf den Abend zu und unsere Vorfreude auf die LV-interne Gala stieg rasant. So trafen wir uns in Abendgarderobe zum Sektempfang im geräumigen Dachstuhl des Hauses, der von fleißigen Händen stimmungsvoll dekoriert worden war. Im Anschluss an die Eröffnung des Buffets folgte dann auch recht bald die Verleihung des TakeOff-Awards. Diesen deutschen Preis für ehrenamtliches Engagement hatte das Projekt „Wachsen in Sachsen“ gewonnen, welches die Pfadfinderbewegung in Sachsen erweitern, vergrößern und aktiver gestalten will. Wir hatten also einen guten Grund, diesen Erfolg zu feiern und ließen die Gala mit viel Musik noch bis in die Nacht ausklingen.

Der Sonntag startete mit einem sättigenden Frühstück und der obligatorischen Morgenrunde, auf die eine letzte Einheit zu Wertschätzung und Lobkultur folgte. Der anschließende Abschlusskreis setzte dann den Schlusspunkt eines Wochenendes, dass nicht nur sehr inhaltsreich und produktiv war, sondern auch viel Spaß gemacht hat. Der gegenseitige Austausch hat nicht nur neue Ideen für die Stammesarbeit hervor gebracht, sondern auch Lust auf weitere Sächsische Gipfeltreffen und besonders auf die Großfahrt nach Georgien gemacht. In diesem Sinne war das erste SGT also ohne Zweifel erfolgreich. 

  • – von Claudius

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