Was?   –           Stammesplan.

Wo?     –           Schullandheim Olganitz, irgendwo zwischen Leipzig und Dresden.

Wann? –          18.-20.01.2019.

Damit hätten wir die harten Fakten schon einmal aus dem Weg geräumt. Nun bleibt uns also noch der angenehme Teil: die Beschreibung und Erläuterung dieser langersehnten Veranstaltung unseres Landesverbandes.

Der Stammesplan ist das alljährliche Organisationstreffen, in dem alle Stammes-, Sippen- und Meutenführer und -führerinnen der einzelnen Stämme sowie die Kassenwarte, die Mitgliederverwaltung, … und alle anderen Leute zusammenkommen, die irgendeine Aufgabe im Stamm übernehmen.

„Und was machen die da so?“

Naja, wie der Name schon sagt, hauptsächlich Planung. Eigentlich sollte dieser Stammesplan schon letztes Jahr im Herbst stattfinden, aber da die Moderatoren von plötzlicher Krankheit überfallen wurden, konnte er erst jetzt nachgeholt werden. Doch das Warten hat sich gelohnt, denn so konnten wir gemeinsam mit einem Team aus sächsischen und rheinland-pfälzischen Moderatoren die Organisation unserer Stämme in Angriff nehmen.

„Boah, Organisation und Planung … da hätte ich ja mal so gar keine Lust drauf. Das ist ja wohl das langweiligste, was man sich vorstellen kann.“

Tja, nicht in diesem Fall! Denn wenn ich von Organisation spreche, dann meine ich, große Pläne zu schmieden, nicht vor abenteuerlichen Ideen zurückzuschrecken, sein Vorstellungsvermögen zu erweitern und die Motivation zum Überlaufen zu bringen. Ein positiver Nebeneffekt dieser Ideen, Gedanken und des Brainstormings ist nämlich, dass man auf einmal noch viel mehr Möglichkeiten sieht und Lust darauf bekommt, sich an verschiedensten Projekten auszuprobieren.

„Versteh ich jetzt nicht so ganz. Geht das bitte auch ein bisschen konkreter? Bis jetzt waren das echt nur solche Standardaussagen.“

Na gut. Wir vom Stamm Ancalagon beispielsweise haben damit begonnen, viele Dinge zusammenzufassen, die momentan gut laufen und dabei festgestellt, dass es auch mehr als genug Probleme gibt, die noch gelöst werden müssen. So haben wir zum Beispiel den Fokus sehr auf das Thema Wachstum gelegt: wie wir als Stamm wachsen können, wie wir neue Leute für die Pfadfinderei begeistern wollen und schließlich auch, welche Möglichkeiten es für uns gibt, mehr Präsenz zu zeigen.

Ein zweiter wichtiger Aspekt war bei uns das Stammesheim, da wir bereits seit einiger Zeit den Wunsch und die Notwendigkeit verspüren, eine andere Örtlichkeit für unsere Gruppenstunden, Versammlungen und ähnliches nutzen zu können. Gerade wenn wir mehr Leute werden wollen, brauchen wir auch mehr Platz, ein wenig mehr Unabhängigkeit und idealerweise auch noch eine gute Lage. Daher haben wir uns im Stammesplan Gedanken gemacht, welche Optionen es gibt, wie realistisch sie sind und welche uns am besten gefällt.

„Diskutieren und Pläne schmieden ist ja schön und gut, aber wer sagt denn, dass die zum Schluss auch umgesetzt werden?“

Ein guter Einwand. Natürlich sind diese ganzen Ideen nur der erste Schritt. Aber da wir nicht nur für jedes Projekt oder jedes Vorhaben eine Deadline, sondern auch einen Verantwortlichen festgelegt haben, ist es von der Vorstellung bis zur Realität vielleicht doch kein allzu weiter Schritt.

Und da wir nebenbei auch noch einen Blick zurück geworfen und festgestellt haben, wie viel wir im letzten Jahr schaffen und erreichen konnten (nämlich eine ganze Menge!), sind wir zuversichtlich, auch unseren neuen Zielen Leben einzuhauchen.

Der Stammesplan selbst wurde jedenfalls neben dem Programm durch köstliche Mahlzeiten, das eine oder andere Spiel und lautstarke Singerunden am Abend komplettiert. Außerdem erhielten wir zumindest einen kleinen Einblick in die Planung und Ziele der anderen Stämme und konnten uns dort ein wenig Inspiration holen.

Also: Planung, Organisation und Theorie?

Kann offensichtlich sogar Spaß machen.

Die allabendliche Singerunde im schönen Holzhaus mit weniger schönen Bewegungsmeldern für das Licht.
So sieht Produktivität aus!
Und zur Morgenrunde wurde Kettenhasche gespielt.

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