Unterwegs in der sächsischen Lausitz

Das Fahrtenjahr wird ja gewissermaßen durch das Neujahrsboofen eröffnet, trotzdem geht es dann um Ostern erst richtig los. Und so ging es für neun Pfadfinder*innen und RRs der Ancalagons, Jötnar und Freiberger über die Feiertage zur Fahrt in die Lausitz.

Gemeinsam den Weg besprechen

Ab dem kleinen Ort Rietschen liefen wir mit schwer bepackten Rucksäcken bei einsetzendem Regen los, um einen Aussichtshügel bei Reichwalde zu erreichen. Dort entdeckten wir eine kleine Schutzhütte, die uns bei dem nassen Wetter sehr gelegen kam. Mit viel Tee uns Keksen wurde die Kälte aus den Fingern vertrieben und anschließend ein übelster Kübel Nudeln mit Tomatensoße und Käse gekocht. Die Nacht verbrachten wir dann trocken bei kalten +2°C in der Hütte.

Schutzhütte bei Reichwalde

Am nächsten Morgen weckte uns die erwartete Sonne, die uns ab da den Rest der Fahrt zuverlässig begleiten sollte. So stand auch der nächsten Etappe nichts im Wege und nach einem ausgiebigen Frühstück ging es weiter durch die sandige Landschaft der Lausitz in Richtung einer Halbinsel an einem aufgefüllten, alten Tagebau. Dort schlugen wir früh unser Lager auf und hatten neben dem Einkauf noch Zeit zum Wasser- und Sonnenbaden. Der Abend wurde kulinarisch gebührend gefeiert und Burger über dem Lagerfeuer zubereitet.

Abendessen 😛

Am Sonntag hieß es dann Wanderstiefel schnüren, da mit 16 Kilometern die längste Tagesetappe anstand. Zwischen Tagebau und Truppenübungsplatz schlängelte sich unser Weg nach Norden in Richtung Weißwasser. Gegen Abend stellten sich dann die Übel des Wanderns in Form von aufplatzenden Blasen an den Zehen ein, aber alle hielten durch, sodass wir unser drittes und letztes Nachtlager nahe Weißwasser in einem kleinen Waldstück aufschlagen konnten. Die Nacht war zwar wieder kalt, was zwei von uns aber nicht davon abhielt, gleich mal unter freiem Himmel zu schlafen, um sich die Sterne anzusehen.

Schwieriges Gelände auf der Halbinsel

Ostermontag kehrten dann schließlich neun mehr oder wenige erschöpfte, aber glückliche Pfadfinder*innen mit vielen Eindrücken der vergangenen Tage zurück. Und gelernt haben wir auch etwas, zum Beispiel, dass man Kiwi sehr wohl mit Schale essen kann 😊

– Jochen

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